Sicherlich geht es Ihnen auch so. Der Frühling ist da! Alles blüht und wächst. Aber nicht nur die Pflanzen, die man haben möchte, gedeihen sondern viel Unerwünschtes, was man nie angesät hat: kleine Bäume, Gras, Kräuter, Sämlinge von Stauden und Blumen des letzten Jahres.Ist das alles Unkraut? Eigentlich gibt es gar kein Unkraut, sondern nur Pflanzen, die an Stellen wachsen, wo wir sie nicht haben wollen. Wie z.B. Grünzeug auf Kieswegen oder gepflasterten Wegen, in Blumen- und Gemüsebeeten.
Viele dieser unerwünschten Pflanzen sind eßbare Kräuter oder sogar Heilkräuter, wie z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich, Gänseblume und Vogelmiere. Diese Pflanzen können ihren Salat verfeinern und sind obendrein noch gesund. Wenn Sie regelmäßig Wildkräuter in Ihrer Küche verwenden, können diese Pflanzen auch im Blumenbeet kultiviert werden.
Wenn Sie jedoch jedes Kraut und Unkraut wachsen lassen und nichts unternehmen würden, hätten Sie in kürzester Zeit statt eines Gartens eine Wildnis, wo starke Pflanzen schwächere Pflanzen überwuchern oder verdrängen.
Es bleibt also nichts anderes übrig, als die unerwünschten Pflanzengäste zu entfernen. Möglichst noch bevor diese Samen streuen. Deshalb ist es wichtig dran zu bleiben und Unkraut rechtzeitig zu entfernen, bevor es sich vermehrt.
Achten Sie beim Rasenmähen darauf, dass Sie die Rasenkanten kurz schneiden und nicht lange Grashalme übrig bleiben, die dann Samen in Beete und Kieswege streuen. Auch der Rasenschnitt sollte nicht auf Gartenwegen und Blumenbbeeten landen. Es sind immer Grassamen dabei, die innerhalb von kürzester Zeit keimen.Wenn Pflanzen von hartnäckigen Unkräutern wie Ackerwinde oder Quecke durchsetzt sind, so sollten diese Pflanzen im Herbst komplett ausgegraben werden, damit sie den Wurzelballen von Unkraut befreien können. Bei beiden Unkräutern sollten Sie das Erdreich weiträumig und auch nach unten umgraben und von Unkrautwurzeln befreien. Beide Pflanzen wuchern unter der Erde. Es nützt also nicht, die Pflanzen oben abzureißen. Die Pflanzen und Ihre Wurzeln müssen in der Mülltonne entsorgt werden, da sie auch auf dem Kompost weiterwachsen würden.
Wenn Sie die Blumenbeete gesäubert haben, kann eine Schicht Rindenmulch das schnelle Nachwachsen von Unkraut vermeiden helfen.
Unkraut auf Kiesflächen und Kieswegen kann man vermeiden, wenn man zwischen Erde und Kies eine stabile Plastikfolie verlegt, so dass von unten kein Unkraut nachwachsen kann.Beete sollten mit Begrenzungsteinen eingefasst werden. Diese müssen flach verlegt werden, damit sie mit einem Rad des Rasenmähers auf dieser Kante fahren können. So vermeiden Sie das lästige Nachschneiden mit der Grasschere von Hand.
Wenn Sie immer dran bleiben, dann wird das Unkraut in Ihrem Garten keine große Affaire mehr sein und es wird Ihnen mehr Zeit bleiben, Ihren Garten zu genießen.